Im Herbst letzten Jahres haben wir gute Freunde in NRW besucht. Bei ein, zwei Bierchen in gemütlicher Runde kam die Idee auf, doch irgendeine Marmelade mal zu machen mit Hopfen. Die Idee ging uns nicht mehr aus dem Kopf und auch, wenn es Experimente mit Hopfenpellets schon gab, ist unser erster Versuch mit verarbeitetem Hopfen gleich geglückt: ein süß-saurer Brotaufstrich mit fruchtigem Bier und saurer Quitte. Nach unserem Klassiker, der „TeeBeere" hat diese Marmeladenvariante nun ebenfalls einen griffigen Namen bekommen: die „BierQuitte"
Zutaten für ca. 8-12 Gläser
4 Quitten, ergibt ca. 1,2 kg Fruchtfleisch (erhältlich auf Märkten, gut sortierten Obst- und Gemüsegeschäften oder im italienischen Großmarkt, wie z.B. Andronaco)
1 Flasche Prototyp (oder anderes Bier)
800ml Wasser
40ml Zitronensaft
750g Gelierzucker 3:1
Zubereitung
Die Quitten gründlich waschen, klein schneiden und das Kerngehäuse entfernen. Die Fruchtstücke mit dem Zitronensaft und dem Wasser in einen Topf geben und ca. 40 Minuten bei geringer Hitze weich kochen.
Sobald die Quittenstücke weich sind, das Bier hinzugeben und den ganzen Topfinhalt mit einem Pürierstab zu einer einheitlichen Masse pürieren.
Die flüssige Bier-Fruchtmasse weiter köcheln lassen, bis alles an Kohlensäure des Bieres entwichen ist. (Dies sollte daran erkennbar sein, dass sich der Bierschaum auf der Oberfläche aufgelöst hat).
Nun den Gelierzucker hinzugeben und das Ganze bei höherer Temperatur 5-10 Minuten aufkochen.
Anschließend die Temperatur wieder senken und eine Gelierprobe durchführen:
Dazu einen Teller in den Kühlschrank stellen für ca. 5 Minuten.
Einen heißen Tropfen der Marmelade auf den Teller geben und diesen kurz im Kühlschrank parken. Anschließend durchs Ankippen des Tellers die Festigkeit der Marmelade feststellen. Fließt diese nicht mehr, ist sie fertig und kann in mit Wasser abgekochte Gläser gefüllt werden.
Die „BierQuitte" passt hervorragend zu einem Frühstücksbuffet, als Brotaufstrich oder zu herzhaften Gerichten wie Kartoffelpuffern oder Kartoffelwaffeln.
[heiko]